Entspannte Arbeitssituation

SAP Cloud für HR? Große Herausforderungen, aber auch ganz neue Möglichkeiten

Die Pandemie hat schonungslos Lücken in der Digitalisierung aufgedeckt. Viele Unternehmen dachten, sie wären schon sehr viel weiter – vor allem auch im Bereich HR. Jetzt wird fleißig nachgerüstet und wir beobachten seit gut einem Jahr verstärkt Investitionen in die weitere Digitalisierung von Personalprozessen. Doch wie geht der Personalbereich dabei vor? Wie entsteht eine moderner HR-IT-Landschaft? Und welche Rolle spielt dabei die SAP Cloud? Michael Kern, COO bei sovanta, steht im engen Austausch mit HR-Verantwortlichen und hat die aktuellen Herausforderungen und Chancen für den Personalbereich zusammengefasst:

Die HR steht vor großen Herausforderungen

Die Personalabteilungen stehen aktuell vor so großen Herausforderungen, wie schon lange nicht mehr. Zum einen fordern Home Office und Hybrid Work ganz neue Strukturen und HR-Angebote. Mitarbeiter brauchen konsequent digitale Zugänge (Digital Workplace) – egal ob von zu Hause, im Büro oder von unterwegs. Gleichzeitig spielen die digitalen Arbeitsplätze eine sehr wichtige Rolle im Sinne des Employee Engagements. Es ist wichtig, dass sich die Mitarbeiter darüber auch mit dem Unternehmen identifizieren. Zum anderen hat sich ganz besonders gezeigt, dass die „Deskless Workforce“, also die Mitarbeiter, die keinen PC-Arbeitsplatz haben, sondern in der Filiale, im Lager, in der Produktion oder auf dem Feld arbeiten, bei der Digitalisierung nicht vergessen werden dürfen. Sie müssen möglichst mobil angebunden werden, um auf die neuen digitalen Strukturen zugreifen zu können. Um die Herausforderungen optimal zu meistern und ein modernes Personalwesen im Unternehmen zu etablieren, drängt es die HR – wie alle anderen Unternehmensbereiche auch – in die Cloud.

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Hybride Szenarien als aktueller Status quo in HR

Um die Transformation in die Cloud zu managen entstehen meist sogenannte hybride Architekturen. Wir beobachten in der HR-IT typischerweise das Nebeneinander von On-Premise-Systemen, wie SAP HCM und Cloud-Systemen, wie SAP SuccessFactors. Der Weg in die Cloud ist oft eine mehrjährige Reise auf der viele Systeme erst nach und nach umgestellt werden, doch gleichzeitig darf man das Thema „Innovation“ nicht aus den Augen verlieren. Denn darin liegt eine der größten Gefahr für die HR-Abteilungen im Zuge der schrittweisen Transformation: Beim Umzug von SAP HCM zu SAP SuccessFactors bleiben Innovationen, die zum Beispiel wichtige Wettbewerbsvorteile im War fot Talents bringen können, auf der Strecke. Unternehmen sind dann stark damit beschäftigt, Prozesse von A nach B zu übertragen, ohne dabei echte Mehrwerte und Innovationen an den Start zu bringen. Auf der anderen Seite müssen auch erstmal neue HR-IT Architekturen gefunden werden, die Stabilität und Innovation gleichzeitig erlauben.

Der Weg in die Cloud kann steinig sein

Natürlich könnte das Personalwesen auch hybride Strukturen und das damit einhergehende Risiko von Parallel-Welten vermeiden und mit allen Prozessen auf einen Schlag in die Cloud gehen. Doch das ist ein eher untypisches Szenario. Das liegt daran, dass bestimmte Funktionen in den Cloud-Lösungen noch nicht in dem Umfang zur Verfügung stehen, wie in der „alten“ On-Premise-Welt. Mittelfristig wird alles in die Cloud gehen. Doch heute sehen wir, dass insbesondere die beiden Bereiche „Zeitwirtschaft“ und „Abrechnung“ noch On-Premise laufen. Hier wurden in den letzten Jahren und teilweise Jahrzehnten viele betriebliche Regelungen im System abgebildet, die nicht so ohne weiteres einfach in die Cloud umgezogen werden können. Was das Ganze noch erschwert: Teilweise fehlt den Unternehmen auch einfach eine auf Innovation ausgerichtete HR-IT-Strategie und -Architektur, um den Umzug der Personalprozesse in die Cloud voranzutreiben.

SAP SuccessFactors und die SAP BTP ebnen den Weg in die Cloud

Und durch diese diversen Stolpersteine laufen HR-Abteilungen Gefahr, die wirklich großen Chancen, die die Cloud bereit hält, zu verpassen. So sollten Unternehmen neben einem intensiven Blick auf alle Funktionen von SAP SuccessFactors auch ganz stark den Fokus auf die SAP Business Technology Plarform (SAP BTP) legen. Hier liegen sehr große Potenziale für HR: Zum einen in Sachen Integration der beiden Welten, denn auf der SAP BTP kommen die On-Premise- und die Cloud-Welt zusammen und es existieren keine Parallel-Welten mehr, die Prozesse erschweren. Zum anderen bieten sich hier tolle Möglichkeiten für eine auf Innovation ausgerichtete HR-IT-Strategie und Lösungsarchitektur. Darüber hinaus bringt die SAP BTP tolle ad-hoc einsetzbare Lösungen mit, wie zum Beispiel die SAP Work Zone für die Realisierung eines digitalen (HR-) Arbeitsplatzes, Workflow-Lösungen zur Automatisierung von Personalprozessen und digitalen Assistenten.

Mit der SAP BTP kann ich heute schon viele Dinge tun, ohne auf die vollständige Umstellung der Systeme warten zu müssen.
Michael Kern
COO, sovanta AG

Auch in HR: Keep the Core clean!

Neben der Integration und den innovativen Lösungen sind Erweiterungen auf der SAP BTP ein großer Pluspunkt – auch für HR. Denn auch die HR-IT verfolgt das SAP-Motto „Keep the Core clean, innovate where needed“. Also: Den Standard nutzen und gleichzeitig einen klar definierten Ort für Innovation und Anpassung haben. Extensions helfen genau da, wo die gewünschte Funktionalität zwar in den Standard-Lösungen fehlt, aber wo ich als Unternehmen ganz gezielt eigene Lösungen umsetzen muss, um mich vom Wettbewerb zu differenzieren. Und gleichzeitig hält man durch solche Erweiterungen den Standard sauber und simple.

Tipp: Klare Strategie für HR in Richtung Cloud

Die Vorteile, die die SAP Cloud für Personalprozesse bringt sind zahlreich. Man muss nur die richtige Strategie mit den richtigen Technologien verknüpfen, um die vollen Möglichkeiten auszuschöpfen. Wir bieten unseren Kunden dazu einen BTP Discovery Workshop an, um die Möglichkeiten der SAP BTP einzuordnen, individuelle Use Cases zu identifizieren und mit dem passenden Ansatz aufzuzeigen, wie der Weg in die Cloud aussehen kann. Welche Anwendungsfälle das sein können, haben wir in der letzten Podcast-Folge „Use Cases auf der SAP BTP“ gesammelt und dabei auch über ein spannendes HR-Projekt für adidas auf Basis von SAP SuccessFactors gesprochen. Gerne mal reinhören.

Michael Kern: COO
Michael Kern
COO

Ihr Kontakt

Michael Kern ist als COO verantwortlich für den Bereich Customer Engagement und die erfolgreiche Durchführung aller Kundenprojekte. Der studierte Diplom-Kaufmann bewegt sich seit mehr als 20 Jahren in der IT- und SAP-Welt und hat seitdem eine Vielzahl innovativer Lösungen umsetzen können.
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