UX Day 2026: Zwischen AI und der Zukunft des Designs

Eine strategisch-praktische UX-Konferenz im Enterprise- und SAP-Kontext, bei der echte digitale Transformation, AI-Integration und nutzerzentrierte Geschäftsprozesse im Mittelpunkt stehen — so lässt sich der sovanta UX Day 2026 kurz, aber treffend zusammenfassen. Einmal im Jahr kommt unsere gesamten UX-Experts zusammen. Und natürlich sind auch alle anderen sovantees eingeladen. An diesem Tag dreht sich alles um die Rolle von UX. Im Fokus standen aktuelle Herausforderungen rund um UX Research, die Zusammenarbeit im Enterprise-Umfeld und die Frage, wie sich die Rolle von Design künftig weiterentwickelt. Begleitet wurde der Tag in diesem Jahr von inspirierenden Impulsen durch Gäste von SAP sowie aus der sovanta Family. Julia, Werkstudentin bei sovanta, war zum ersten Mal dabei und hat ihre Eindrücke für uns zusammengefasst:

Die Rolle von UX verändert sich

Ein zentrales Thema des UX Day war der Einfluss von AI auf die Arbeit von Designern. 

Immer wieder wurde diskutiert: 

  • Übernimmt AI künftig den Job von Designern?  
  • Welche Aufgaben kann AI heute bereits übernehmen? 
  • Welche Rolle bleibt dem Menschen im Designprozess?  

Die Vorträge waren sich in einem Punkt einig: KI ersetzt Design nicht sondern sie verändert vielmehr die Art, wie Designer arbeiten. Statt klassische UX-Prozesse vollständig abzulösen, wird AI zunehmend zu einem Werkzeug, das Prozesse optimiert, neue Möglichkeiten schafft und uns produktiver macht. Wir Designer werden dadurch nicht überflüssig, sondern stärker. 

UX Design wird durch KI sogar noch wichtiger. Denn herauszufinden, was User wirklich brauchen, echte Probleme zu identifizieren und Empathie aufzubauen, sind Dinge, die KI nicht ersetzen kann. Gerade im Enterprise-Umfeld bleibt menschliches Verständnis für komplexe Prozesse, Nutzerbedürfnisse, Kontext und strategische Entscheidungen entscheidend.

UX ist nicht gleich UI 

Ein Gedanke, der sich wie ein roter Faden durch viele Sessions zog, war die klare Abgrenzung zwischen UX und reinem Interface Design. Noch immer wird User Experience häufig auf visuelle Gestaltung oder „schöne Oberflächen“ reduziert. Die Diskussionen vor Ort machten jedoch deutlich, dass moderne UX wesentlich ganzheitlicher gedacht werden muss.

Im Mittelpunkt vor allem das Verständnis für User, ihre Arbeitsweisen, Erwartungen und tatsächlichen Probleme. Gute UX verbindet Research, strategisches Denken und Prozessverständnis mit konkreten Business-Zielen. Sie entsteht dort, wo digitale Lösungen nicht nur funktional sind, sondern Menschen im Alltag wirklich unterstützen und komplexe Abläufe einfacher, effizienter und verständlicher machen.

Gerade im Enterprise- und SAP-Umfeld wurde deutlich, wie stark UX heute als verbindendes Element zwischen Technologie, Produktstrategie und Nutzerbedürfnissen verstanden wird: Weit über klassisches UI Design hinaus.

UX Research als Business-Faktor 

Von unseren sovantees haben wir außerdem einen praxisnahen Einblick in UX Research erhalten. Im Mittelpunkt stand die Frage: Wie setzt man Research gezielt ein, um nicht nur bessere Nutzererlebnisse zu schaffen, sondern auch den Einfluss auf Business-Kennzahlen im Enterprise-Umfeld sichtbar zu machen? 

Dabei wurde deutlich: UX Research ist längst kein optionaler Schritt mehr, sondern ein wichtiger Bestandteil erfolgreicher Produktentwicklung. 

Gerade bei komplexen Anwendungen hilft strukturiertes Nutzerfeedback dabei, 

  • Probleme frühzeitig zu erkennen,  
  • Entwicklungsaufwände zu reduzieren  
  • und fundierte Produktentscheidungen zu treffen.  

Austausch, Perspektiven und neue Denkanstöße 

Neben den fachlichen Sessions stand vor allem auch der gemeinsame Austausch im Mittelpunkt. Gerade weil viele Teams inzwischen deutschlandweit verteilt arbeiten, bot der UX Day die Möglichkeit, persönlich zusammenzukommen und gemeinsam über die Zukunft von UX zu diskutieren. Neben Verpflegung, Snacks, Getränken und entspannter Atmosphäre entstanden zahlreiche spannende Gespräche und neue Perspektiven. 

Auch interaktive Sessions und praxisnahe Workshops waren Teil des UX Day. Dabei ging es unter anderem um Methoden für bessere Zusammenarbeit, den Umgang mit schwierigen Workshop-Situationen und darum, wie komplexe Informationen verständlich visualisiert werden können. Gerade diese Mischung aus strategischen Themen und konkreten Praxisimpulsen machte den Tag besonders wertvoll.

Mehr als nur fachliche Impulse 

Besonders spürbar war die gemeinsame Motivation innerhalb des Teams. Der UX Day bot nicht nur fachliche Impulse, sondern stärkte auch das gemeinsame Verständnis dafür, wie wir als Designer arbeiten möchten und welche Rolle UX künftig in der Produktentwicklung einnehmen kann. Viele Gespräche drehten sich nicht nur um Methoden oder Tools, sondern auch um Zusammenarbeit, Verantwortung und die Frage, wie nutzerzentrierte Produktentwicklung langfristig im Unternehmensalltag verankert werden kann.

Mit abwechslungsreichen Sessions, interaktiven Workshops, spannenden Diskussionen und vielen neuen Perspektiven war der UX Day 2026 vor allem eines: ein Raum für Austausch, Inspiration und gemeinsames Lernen. Dabei wurde schnell deutlich, dass UX längst kein Thema mehr ist, das ausschließlich Designer betrifft. Gerade der Austausch zwischen unterschiedlichen Disziplinen machte den Tag besonders wertvoll und zeigte, wie wichtig verschiedene Perspektiven für gute digitale Produkte sind.

Der UX Day machte außerdem deutlich, dass erfolgreiche User Experience heute weit über einzelne Interfaces hinausgeht. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Technologie, Prozessen, Kommunikation und echtem Nutzerverständnis. Genau diese Mischung aus fachlichem Input, praktischen Einblicken und offenen Diskussionen machte die Veranstaltung so spannend und hinterließ viele neue Ideen, Impulse und Motivation für die eigene tägliche Arbeit.

Julia Ghinda
Werkstudentin Marketing & Media Design
Julia Ghinda arbeitet als Werkstudentin im Bereich Marketing mit dem Schwerpunkt Media Design. In dieser Funktion unterstützt sie insbesondere die Konzeption und Gestaltung visueller Inhalte für digitale und klassische Kommunikationskanäle. Zu ihren Aufgaben zählen unter anderem die Erstellung von Grafiken, Präsentationen sowie die Mitwirkung an Marketingkampagnen und der visuellen Unternehmenskommunikation.
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