Von der App zur KI: SAP UX Q1/2026 Updates
KI-zentrierte Interaktionen, verbesserte Usability durch stärkere KI-Unterstützung, KI-Assistenz im HR-Bereich: Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend zum zentralen Element moderner UX-Landschaften – und das aus gutem Grund. Daniel Grab, UX Designer bei sovanta, hat sich die neuesten SAP UX Updates angeschaut. In diesem Blogpost fasst er in 5 Punkten zusammen, wie tief KI bereits im UX-Design verankert ist und wie konsequent sich dieser Ansatz über das gesamte Portfolio hinweg durchsetzt.
1. Der Wandel: Von der App-zentrierten zur assistenzgeführten UX
Was sich schon länger angedeutet hat, wird jetzt immer klarer: SAP verschiebt seine UX weg von einzelnen Anwendungen hin zu einer stärker kontextgetriebenen, assistenzgeführten Experience.
Im Zentrum steht dabei KI – nicht als Add-on, sondern als neue Interaktionsschicht. Mit Joule etabliert SAP natürliche Sprache zunehmend als Schnittstelle. Nutzer formulieren nicht mehr nur Klickpfade, sondern ihre eigentliche Absicht – und das System reagiert darauf.
2. SAP Build Work Zone und SAP Mobile Start als neuer Einstieg
Auch der Einstieg in die SAP-Welt verändert sich spürbar. Mit SAP Build Work Zone und SAP Mobile Start baut SAP zentrale Einstiegspunkte weiter aus.
Die Idee dahinter ist eigentlich simpel – aber wirkungsvoll: User sollen nicht mehr aktiv nach Informationen suchen müssen. Stattdessen bekommen sie Aufgaben, Hinweise und relevante Inhalte direkt ausgespielt.
3. S/4HANA & SAP Fiori: KI direkt im Prozess
Besonders sichtbar wird die Entwicklung in S/4HANA Cloud und im SAP Fiori Launchpad. Hier geht es weniger um einzelne Features, sondern um das Zusammenspiel aus Usability und Intelligenz. Mit Dingen wie „My Home“, vereinfachter Navigation und KI-basierten Empfehlungen wird die Oberfläche nicht nur aufgeräumter, sondern auch deutlich hilfreicher im Alltag.
4. Von Assistenz zu Automatisierung
Ein spannender Schritt ist die Weiterentwicklung von KI von reiner Assistenz hin zu echter Automatisierung. Funktionen wie Task Automation zeigen, wohin die Reise geht: Wiederkehrende Aufgaben können zunehmend vom System übernommen werden. Perspektivisch werden agentbasierte Ansätze hier noch einmal einen deutlichen Sprung machen.
5. KI-UX im gesamten SAP-Portfolio
Was ebenfalls auffällt: Die Entwicklung ist kein isoliertes Thema einzelner Produkte, sondern zieht sich durch das gesamte SAP-Portfolio. Ob im HR-Umfeld mit SAP SuccessFactors, in der Planung mit SAP Integrated Business Planning (IBP), im externen Workforce-Management mit SAP Fieldglass oder in der SAP Analytics Cloud – überall wird UX stärker vereinheitlicht und mit KI angereichert. Auch im Customer-Experience-Bereich zeigt sich das, z. B. mit mobilen Szenarien wie dem „Daily Catch-Up“ für Sales, bei dem Informationen priorisiert und kontextbezogen bereitgestellt werden.
Fazit: UX wird zum strategischen Faktor
Die UX entwickelt sich weg von einer App-zentrierten Oberfläche hin zu einer KI-zentrierten, assistenzgeführten Experience. Und das hat direkte Auswirkungen auf Unternehmen:
- UX wird produktivitätsrelevant
- KI wird Teil des Arbeitsalltags – nicht nur ein Feature
- Der Zugang zu Systemen verändert sich grundlegend
Die spannende Frage ist nicht mehr, ob dieser Wandel kommt – sondern wie gut Unternehmen ihn für sich nutzen. Denn genau hier liegt am Ende der Unterschied – zwischen „wir haben KI“ und „wir arbeiten wirklich anders“.