Erfolgreiche Transformation dank BTP und BTP Center of Excellence!

Kaum ein Wort wird im SAP-Kontext so inflationär benutzt wie „Transformation“ – höchstens vielleicht „Cloud“. Und das ist auch richtig so. Viele Unternehmen haben einen massiven IT-Transformationsbedarf. Dabei sollte einem aber immer bewusst sein, was Transformation eigentlich bedeutet. Viel zu häufig sprechen Unternehmen und Partner von einer Transformation, heraus kommt aber nur eine einfache (technische) Migration. Deswegen ist es wichtig, die Transformation nicht nur an S/4HANA festzumachen, sondern den Schritt in Richtung S/4HANA als Teil oder gar Startschuss für eine umfassendere IT-Transformation zu sehen. Und welche Rolle dabei die SAP BTP und ein SAP BTP Center of Excellence (CoE) spielen, haben Christian Heinrich, Vorstandsmitglied und Lars Jungjohann, Principal Project Manager bei sovanta, in ihrem Vortrag auf dem DSAG Jahreskongress 2023 treffend vorgestellt und für uns als Blogpost zusammengefasst.

Transformation als „wesentliche Zustandsänderung“

Googelt man das Wort Transformation, so stößt man schnell auf den Begriff der „wesentlichen Zustandsänderung“ (so zum Beispiel bei Wikipedia). Worauf könnte sich im Zusammenhang einer IT-Transformation eine solche Zustandsänderung beziehen? Hier drei Ansätze:

1. Transformation in die Cloud – die Cloud verändert die IT-Welt fundamental

Neue Betriebsmodelle, neue Technologien, neue IT-Anbieter, veränderte IT-Prozesse – definitiv eine „wesentliche Zustandsänderung“. Um die Cloud nutzen zu können, müssen Unternehmen ihre Eigenentwicklungen aus den On Premise-Systemen herausbekommen. Der logische Ort dafür im SAP-Kontext ist die SAP BTP. Die wichtigen Stichworte lauten hier: „Side-by-side“ und „Keep the core clean“.

2. Digitale Transformation – digitale Prozesse statt „haben wir schon immer so gemacht“

Zu viel läuft auch heute noch papierbasiert oder in einer Schatten-IT. Konsequente Digitalisierung bedeutet „Digital First“! Immer dann, wenn sich ein Business Case rechnet, muss man die digitale Lösung gehen. Und dies gilt in der Zwischenzeit dank der BTP für die allermeisten Fälle. Dabei ist die Erwartungshaltung an die Cloud gewaltig, vor allem wenn es um die Geschwindigkeit geht, mit der neue Lösungen realisiert werden.

3. Transformation der Geschäftsprozesse – Geschäftsprozess neu (über)denken

Neue Technologien und Systeme bieten immer wieder die Chance, bestehende Prozesse zu betrachten und zu verbessern. Dies gilt insbesondere bei großen Projekten, wie der Einführung von S/4HANA. Das kann in die Richtung „mehr Standard“ gehen oder auch „bessere UX“ bedeuten. Eine Verbesserung von Geschäftsprozessen hängt häufig an innovativen Technologien. Bessere Datenbanken, künstliche Intelligenz, moderne Workflowsysteme – zukünftig werden diese Technologien zentral für die Cloud angeboten und damit im SAP-Kontext auf der SAP BTP.

Experience SAP Podcast: Was ist das Erfolgsgeheimnis für Projekte auf der SAP BTP?

Der sovanta-Projektansatz war immer schon etwas anders. Zum einen folgen wir dem Human-centered Design Approach, suchen also nach Lösungen, die den Endnutzer in den Mittelpunkt rücken und ihm wirklich helfen. …

Warum tun sich viele Unternehmen noch so schwer damit?

Die meisten Unternehmen haben erkannt, welche entscheidende Rolle der Business Technology Platform jetzt und in der Zukunft zukommt. Viele tun sich aber noch schwer damit, die Power der BTP für ihre Transformation sinnvoll zu nutzen. Woran liegt das? Wir hören von unseren Kunden ganz verschiedene Gründe. Erkennen Sie sich vielleicht in einem davon wieder?

  • „Keiner weiß, wer eigentlich zuständig ist und wer mir dabei hilft, ein Projekt auf der BTP zu starten.“
    Die BTP ist in vielen Unternehmen relativ neu, weshalb es häufig noch nicht klar geregelt ist, auf wen man zugehen kann, wenn man etwas mit der BTP machen möchte oder eine Frage hat.
  • „Ich muss schon aufräumen, noch bevor ich richtig angefangen habe.“
    Wenn es dann eine Person gibt, die sich um die BTP kümmern soll, trifft sie häufig eine ähnliche Situation an: Viele Kolleginnen und Kollegen waren im Vorfeld schon aktiv und haben mal etwas ausprobiert. Und das alles ohne vorgedachte Struktur. Häufig muss man da erstmal wieder Ordnung reinbringen.
  • „Alle sagen die BTP ist strategisch, dafür sitze ich hier aber ganz schön alleine rum!“
    Anspruch und Wirklichkeit passen in vielen Fällen noch nicht ganz zusammen. Auf der einen Seite wird definiert, dass die BTP eine wesentliche Rolle spielen soll, auf der anderen Seite werden Personen herausgepickt, die die BTP quasi im Nebenjob mit etablieren müssen. Bei den rund 100 Services, die die BTP bietet, ein schwieriges bis unmöglichen Unterfangen.
  • „Ich habe einfach nicht die richtigen Kompetenzen in meinem Team!“
    Der Name „SAP Business Technologie Platform“ vermittelt ab und an ein trügerisches Bild. Denn es handelt sich ja offenschtlich um ein SAP-Produkt. Was läge also näher, als die existierenden SAP-Teams damit zu beautragen, die BTP im Unternehmen zu etablieren. Allerdings lässt sich ein traditionelles SAP-System technologisch mit der SAP BTP nicht vergleichen. Die SAP BTP ist ein klares Cloud-Produkt und benötigt entsprechend auch Cloud Know-How.
  • „Wir sind einfach nicht schnell genug darin, Innovationen zu realisieren.“
    Häufig stellen sich unsere Kunden auch die Frage, warum sie trotz der BTP die „Cloud-Geschwindigkeit“ nicht mitgehen können und weiterhin relativ lange benötigen, um ein Idee produktiv umzusetzen. Auch hier gilt es, das Vorgehen auf die Cloud-Anforderungen anzupassen und entsprechende Cloud-Projektmodelle zu etablieren.

Die Lösung: Das BTP Center of Excellence!

Was aber kann man machen, um den Herausforderungen gewachsen zu sein? Die Antwort ist denkbar einfach, denn sie wurde auch in der Vergangenheit schon erfolgreich praktiziert: Bündeln der Kompetenzen und eine klare Verantwortlichkeit aufbauen in einem Competence Center oder Center of Excellence. Die BTP ist in der Unternehmensrealität angekommen und muss auch so behandelt werden. Vorbei sind die Zeiten, in denen man die neuen Technologien so nebenbei betrachtet und ausprobiert hat. Es gilt, klare Strukturen und Vorgaben aufzubauen. Dieses Slide fast die wesentlichen Elemente und Inhalte des BTP CoEs zusammen:

Auszug aus dem Vortrag „Erfolgreiche Transformation dank BTP und BTP Center of Excellence!“ auf dem DSAG Jahreskongress 2023

Henne-Ei Problem! Erst CoE und dann Innovation?

Wie geht man Projekte an? Welche Technologien und Ansätze nutzt man für welche Herausforderung? Und wie baut man Kompetenzen auf? All diese Fragen sollte ein CoE beantworten können. Aber muss man jetzt abwarten, bis man alle Antworten zusammen hat und sollte man bis dahin alle Entwicklungen auf der BTP stoppen? Klare Antwort: NEIN!

In der Cloud kommt alles auf die Geschwindigkeit an. Und es wäre aus unserer Sicht fatal, eine entstandene Dynamik künstlich auszubremsen. Deswegen setzen wir bei unserem Ansatz auf genau diese Dynamik:

  1. Roadmap to CoE: In unserem dreistündigen Workshop finden wir heraus, welche Aspekte eines CoEs für Ihre konkrete Ausgangssituation am relevantesten sind und passen unseren nächsten Schritte direkt darauf hin an.
  2. CoE Starter: Unser zwölf-Wochen-Programm in dem wir gemeinsam mit Ihnen auf Basis unserer CoE Best Practices Ihr individuelles CoE aufbauen. So müssen Sie sich nicht selbst durch den Dickicht der Vielzahl an BTP Services schlagen, sondern können direkt produktiv auf Basis von unseren Empfehlungen arbeiten.
  3. CoE as a Service: Unsere Expertinnen und Experten helfen direkt loszulegen. Egal ob es darum geht Ihnen mehr Bandbreite zu geben oder fehlende Skills im Team zu ergänzen. Wir stellen sicher, dass sofort ein professionell aufgestelltes CoE bereitsteht.

Parallel dazu laufen die Entwicklungen weiter und werden nach und nach in die Struktur des CoEs überführt.

Mit einem BTP CoE zurück in den Driver Seat

Wir sehen tagtäglich, dass es funktioniert: Richtig aufgesetzt und mit der passenden Governance versehen wird die BTP zum Enabler der Transformation. Die IT hat das Tooling zur Hand und weiß, wie sie es richtig einsetzen kann. Damit erwischt einen keine Anfrage aus dem Business mehr „auf dem falschen Fuß“. Sprechen Sie uns gerne an und lassen Sie uns über Ihr SAP BTP Center of Excellence sprechen.

Christian Heinrich: Marketing & Solutions
Christian Heinrich
Chief Solutions Officer, Vorstandsmitglied

Ihr Kontakt

Christian Heinrich ist Mitglied des Vorstands der sovanta AG und verantwortet die Bereiche Marketing & Solutions, Experience Management und das Design Lab. Er verbindet ein tiefes Verständnis für Kundenbedürfnisse mit Expertenwissen in den neusten Technologien auf dem SAP-Markt, um beides für innovative Lösungen zusammenzubringen.
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