Bring your own Device: Die SAP BTP als Daten-Schnittstelle richtig nutzen

Aus unserer Sicht ist die SAP Business Technology Platform (SAP BTP) die perfekte Basis für Unternehmen, um noch besser mit IT-Systemen zu arbeiten. Dabei helfen wir mit Innovationen beziehungsweise Erweiterungen oder auch dem Einsatz von Machine Learning in der Cloud. Unsere Erfahrung zeigt: Die SAP BTP hält die Antwort für alle gängigen Herausforderungen bereit – man muss nur wissen, wie man sie richtig einsetzt. Das zeigt Maik Bußmann, Solution Architect bei sovanta, beispielhaft am Thema „Bring your own Device“ (BYOD), bei dem ein besserer und einfacherer Zugang zu Systemen über private Endgeräte möglich wird:

Kunden suchen immer wieder nach Möglichkeiten, ihre bestehende SAP Fiori-Landschaft mit ESS/MSS-Anwendungen auf den privaten Geräten der Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen. Dabei war bislang das Thema Security ein großer Showblocker: Man kann über einen Reverse Proxy das HCM-System bzw. die SAP Fiori App Services bereitstellen und somit über das Internet auf jedem Gerät verfügbar machen. Das Problem dabei ist, dass man sich bei dem Szenario um die Datensicherheit komplett selber kümmern muss. Das wird nun mit der SAP BTP anders. Wir empfehlen daher einem Kunden der Cloud-ready ist mit Hinblick auf die SAP-Strategie und zukünftige IT-Landschaft eine Lösung aus 3 Bausteinen:

Erfolgsformel für BYOD: SAP BTP + Integrationen + SAP Fiori Launchpad
  • Business Technology Platform als Heimat für BYOD-Strategien
    Da viele unserer Kunden aktuell auf dem Weg in die Cloud sind, aber zum Beispiel noch HR-Prozesse On-Premise auf SAP HCM laufen lassen, bietet sich hier als Lösungsansatz die SAP Business Technology Platform an. Denn das Ziel der SAP BTP ist es, eine Schnittstelle zu schaffen, um Daten und Anwendungen an einem zentralen Ort zu bündeln und verfügbar zu machen – perfekte Datenbasis also für den BYOD-Zugriff.
  • Integration von Cloud- und non-Cloud-Systemen
    Auf der SAP BTP spielt es keine Rolle, ob es sich um SAP On-Premise-, SAP-Cloud- oder Third-Party-Systeme handelt. Durch schon vorgefertigte Integrationen in diese Systeme ist der Integrationsaufwand sehr gering und man kann seine Anwendungen sehr schnell in Betrieb nehmen und zum Beispiel Daten aus dem SAP HCM-System in der Cloud konsumierbar machen. Durch die Integrationsmöglichkeiten der SAP BTP ist das ein Standardszenario und durch die SAP Integration Suite und die Open Connectors ist es auch ganz einfach möglich verschiedenste non-SAP Systeme anzubinden.
  • SAP Fiori Launchpad als Webanwendung
    Um Mitarbeitern den Zugriff auf diese zentral gesammelten Daten aus allen Systemen in der Cloud zu ermöglichen, bietet sich der Einsatz des SAP Fiori Launchpads als Webanwendung an. So können Mitarbeiter auch über ihr eigenes Device das responsive Design auszunutzen. Langfristig ist es auch eine gute Idee weitere Systeme wie SAP SuccessFactors, SAP Concur, SAP Ariba (Cloud) oder weitere On-Premise Systeme anzubinden.

So erwecken wir Ihre Bring your own Device-Strategie zum Leben

Unser konkretes Vorgehen für eine Bring your own Device-Strategie: Wir richten in der Cloud ein Central SAP Fiori Launchpad ein und stellen das SAP HCM-System über den Cloud Connector als Content Provider zur Verfügung. Damit kann man die SAP Fiori-Apps vom HCM System in der Cloud bereitstellen. Für den Nutzer ändert sich im besten Fall nur die URL, ansonsten sieht es gleich aus. So haben wir den Vorteil, dass die Unternehmensdaten im eigenen Netzwerk bleiben und nur über einen gesicherten Tunnel bereitgestellt werden.

Schritt für Schritt:

  1. SAP BTP Lizenz mit Cloud Foundry Runtime, Launchpad Service, IAS Service bestellen.
  2. SAP BTP Global Account und Subaccount mit Usern, etc. einrichten
  3. SAP Cloud Connector auf einem Server in der DMZ installieren
  4. SAP Cloud Connector konfigurieren
    (a) On-Premise Systeme anbinden und Trust einrichten
    (b) Active Directory verbinden
    (c) CC mit Subaccount verbinden
  5. IAS Service im Subaccount einrichten
  6. On Premise Active Directory als Default Identity Provider einrichten
  7. Destinations zum On-Premise System einrichten
  8. Launchpad Service konfigurieren
    (a) Launchpad erstellen
    (b) Content Provider einrichten
    (c) Gruppen und Apps hinzufügen
Beispielarchitektur

Erste Schritte in Richtung BYOD auf der SAP BTP

Keine Architektur sieht genau gleich aus. Darum muss ein Unternehmen sich vor einem Projekt einige Fragen stellen: Stellt meine Infrastruktur bereits eine DMZ bereit, um den Cloud Connector dort zu konfigurieren? Welche Form der Authentifizierung am SAP-System wird genutzt? Gibt es schon eine Active Directory Anbindung, welche kompatibel zur SAP BTP ist?

Generell ist es mittlerweile fast immer eine gute Idee über Möglichkeiten der Cloud nachzudenken, um am Zahn der Zeit zu bleiben, Kosten- und Wartungsaufwand zu sparen und dem User ein bestmögliches Nutzungserlebnis zu bieten. Außerdem bieten sich so Möglichkeiten Erweiterungen in der Cloud zu entwickeln und damit das SAP-System selbst sauber zu halten, um Updates und Wartungen einfacher und schneller zu gestalten. Um alle Vorteile der SAP Cloud zu nutzen, ist es sinnvoll auf das Know-How von Experten zu vertrauen. Somit schafft man von Anfang an eine ordentliche Grundlage, auf der man die nächsten Jahre aufbauen kann.

Maik Bußmann
Solution Architect

Ihr Kontakt

Als Solution Architect bei sovanta ist Maik entlang unseres gesamten Portfolios unterwegs. Egal ob SAP Fiori oder SAP BTP – Maik steht unseren Kunden in Projekten zur Seite.
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