»Unsere Aufgabe ist es, die Intelligenz ins Produkt zu bringen!«
Interview mit Dr. Tommi Kramer, Head of Data Science bei der sovanta AG

Nov. 14, 2018

Im sovanta® Data Lab dreht sich alles um die Welt der Daten: Wie können wir mit datengetriebenen Modellen unseren Kunden einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, Probleme lösen und die User Experience auf ein ganz neues Level bringen? Unser Data Scientist Dr. Tommi Kramer stand im Interview Rede und Antwort.

Was bedeutet Data Science und Machine Learning bei sovanta?

Data Science ist der Überbegriff für einen ganzen Bereich bei sovanta, in dem es darum geht, was man mit Daten alles anstellen kann. Wir beschäftigen uns mit großen Datenmengen und der Frage, wie wir sie analysieren und sinnvoll miteinander verknüpfen können, um daraus einen echten Mehrwert zu schaffen. Im nächsten Schritt kann man aus den Ergebnissen Rückschlüsse auf bestimmte Sachverhalte ziehen und darauf aufbauend Handlungsempfehlungen abgeben oder sogar Vorhersagen auf Basis der Datenreihe treffen. Wir probieren bei der Arbeit mit Daten verschiedene Ansätze aus. Unsere Aufgabe ist es, Schritt für Schritt Möglichkeiten zu erforschen und Problemlösungen zu finden. Machine Learning ist eine Art „Sonderfall“ von Data Science, nämlich der Teil, bei dem wir versuchen, den Computer so einzusetzen, dass er aus vorgegebenen Mustern lernen und sich letztlich selbst programmieren kann, um Verhaltensmuster zu erlernen und diese dann richtig einzusetzen.

Dann geht es dabei also um künstliche Intelligenz?

Ja, künstliche Intelligenz liegt dann vor, wenn sich Systeme ähnlich verhalten wie Menschen, also in der Lage sind, mit der Zeit dazuzulernen. Und wenn wir diese Fähigkeit in unsere Produkte verbauen, dann haben wir intelligente Business Apps, die einem die Arbeit erleichtern, indem sie notwendige Schritte vorhersehen können. Oder dem User gewisse Schritte abnehmen. Das funktioniert besonders gut bei repetitiven Aufgaben, die ansonsten nur unnötig viel Zeit kosten, wie administrative Aufgaben in der Buchhaltung beispielsweise.

Und welche Rolle spielt der sovanta Business Bot dabei?

Der Business Bot ist ein Assistent oder auch Begleiter, der über Chat oder Sprachdialog den User im Umgang mit Business Software maximal sinnvoll unterstützen soll. Da spielt dann natürlich auch künstliche Intelligenz mit rein: Der Business Bot soll vorhersehen können, was den User beschäftigt, in welchem Kontext er sich bewegt, was seine aktuelle Frage- und Problemstellung ist und kann ihn dabei entsprechend situativ unterstützen. Und zwar genau da, wo der User sich gerade aufhält, ob am iPhone oder Desktop, im Unternehmens-CRM oder bei Skype. Der Business Bot ist flexibel in der Anbindung an Backendsysteme und Devices – das war uns besonders wichtig.

Warum ist gerade sovanta der richtige Partner im Bereich Voice- und Chatbot?

Für sovanta spielt die User Experience bei der Anwendung von Software immer schon eine große Rolle. Und darum beschäftigen wir uns mit dem Thema Sprache in Bezug auf Softwaresteuerung nicht erst seit gestern. Wir haben über Jahre hinweg Kompetenz erworben und Erfahrung gesammelt – immer von der Fragestellung geleitet, wie Software für den Endabnehmer aussehen und funktionieren muss, damit er die beste User Experience erfährt. All die vielen Ideen, die wir auf diesem Weg sammeln konnten, setzen wir jetzt in Form eines Business Bots um, also einen idealen Begleiter für den Arbeitsalltag zu schaffen. Der Bot antizipiert, was der User jetzt grade tun möchte und kann so tägliche Aufgabenstellungen und insbesondere Routinen übernehmen. Das Ganze funktioniert dank unserer bereits erprobten Sprachplattform „Conversations“, die wir eigens entwickelt haben. Hier versteckt sich die Intelligenz des Bots, der Zugang zum Skill Store und Sprachsystem (Natural Language Processing). Das ist ein spannender Baukasten, der für uns bislang super funktioniert.

Natural Language Processing? Worum geht es dabei?

Dabei geht es ganz einfach darum, dass das System das gesprochene und auch das geschriebene Wort verstehen kann. Die Fragestellung hier ist etwa, wie man erkennen kann, welche Absicht die Person hat, die mit dem System spricht – und was genau sie tun will. Wenn dieses „Intent Matching“ funktioniert, muss darauf vom Computer mit den richtigen Informationen reagiert werden. Darüber hinaus wird es in Zukunft auch möglich sein, etwa aus einer kompletten langen Rede die zentralen Informationen herauszukristallisieren und zusammenzufassen – Stichwort „Keyword Extraction“. Da arbeiten wir gerade an total spannenden Themen und davon profitieren auch unsere Kunden in jedem Projekt.

Wie sieht das denn dann konkret in Projekten aus? Wie wird Data Science dort genutzt?

Diese Frage stellen uns Unternehmen oft. Denn jedes Unternehmen sitzt ja auf einem riesigen Datenschatz. Ein Beispiel: Wir arbeiten mit einem Kunden, der zehn Jahre lang Daten seiner Kunden im Kaufprozess gesammelt hat. Aus den vorliegenden Daten haben wir via Data Analytics abgeleitet, welche Produkte ein bestimmter Kunde höchstwahrscheinlich als nächstes kaufen wird. Wir haben also ein Modell entwickelt, wonach Vorschläge erstellt werden, wie und auf was ein Mitarbeiter einen Kunden im Kaufprozess speziell ansprechen sollte. Also klassisches Cross- und Up-Selling. Und es hat super funktioniert und zudem die Kundenbindung gesteigert, da die Kunden sich gut beraten gefühlt haben. Darüber hinaus kann man mit entsprechenden Daten aber auch viele weitere Prozesse in einem Unternehmen optimieren und dadurch Einsparungen und Verbesserungen erzielen.

Das heißt, Sie zeigen Unternehmen auch, wie sie ihre Daten am besten einsetzen können?

Ja absolut. Wir haben dazu sogar ein Workshop Format entwickelt: Data Thinking. Dabei wenden wir Design Thinking-Methoden auf datengetriebene Fragestellungen an. So entwickeln wir gemeinsam mit dem Kunden eine Datenstrategie und zeigen wie diese umgesetzt werden kann – da helfen wir natürlich auch gerne.

Zum Abschluss: Was macht den Reiz aus, für ein Unternehmen wie sovanta zu arbeiten?

Wir können, dürfen und sollen hier sehr frei an Themen arbeiten. Das ist für mich der beste Anreiz. Die Rahmenbedingungen dafür sind zudem absolut perfekt – und es macht einfach Spaß, an innovativen Trends und Lösungen für die Zukunft mitzuwirken.

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Über Dr. Tommi Kramer

Als Head of Data Science verantwortet Dr. Tommi Kramer zusammen mit seinem Kollegen Dr. Andrew White den Bereich Data Science and Machine Learning bei der sovanta AG.

»Wir beschäftigen uns dabei mit den Fragen, die unsere Produkte und Dienstleistungen gemäß unserem Leitspruch „intelligent machen“. Auch wenn es vielleicht komisch klingen mag: Es ist unsere Aufgabe, quasi die Intelligenz ins Produkt zu bringen. Wie aber soll man Produkte intelligent machen? Menschen bringen Intelligenz ja mit sich – aber wie soll das mit Maschinen funktionieren? Das ist die trickreiche Frage, der wir täglich nachgehen – und dafür steht bei sovanta der Bereich Data Science.«

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