sovanta zeigt Praxisbeispiele an der FH Münster

Ein Beitrag von UX Designer Alexander Lenhart im Rahmen der Vortragsreihe "GUDialog".

Jan. 08, 2020

Wir leben heutzutage in einer komplexen Gesellschaft, in der es nicht mehr ausreicht, Probleme aus einer Perspektive zu betrachten. Doch: Experten aus verschiedenen Bereichen zu konsultieren ist nicht genug – sie müssen auch zusammenarbeiten. Damit dieser Ansatz in der Praxis gelebt werden kann, muss er zuvor in der Theorie gelehrt werden. Mein Besuch an der FH Münster ist genau diesem Ziel gewidmet. Dort durfte ich im Rahmen der Vortragsreihe „GUDialog“ meine Arbeit im Bereich User Experience (UX) bei sovanta vorstellen.

Theorie trifft auf Praxis

Das Ganze entstand durch die Absolventenveranstaltung „Parcours“ an der Fachhochschule. Dort entdeckte ich Projekte zum Thema UX, die mich begeisterten. Die Konzepte, die von den Studierenden ausgearbeitet wurden, waren gut, aber es blieb eben „nur“ bei Konzepten. Das motivierte mich dazu, ihnen die Praxis zu zeigen. Und die Vortragsreihe des Instituts für Gesellschaft und Digitales (GUD) war die ideale Plattform dafür. Denn sein interdisziplinärer Ansatz erinnerte mich an die Arbeitsweise von sovanta. Ein Team aus den Bereichen Design, Informatik und Sozialwissenschaft nutzt seine kompetenzübergreifende Zusammensetzung, um die Digitalisierung der Gesellschaft im Rahmen einer Vortragsreihe kritisch zu hinterfragen

UX Design bei sovanta

Die Ausgangsfrage, die wir uns bei sovanta meist stellen, lautet: „Macht wirklich jede Digitalisierung einer menschlichen Interaktion Sinn?“ Mithilfe von UX Design bei sovanta versuchte ich, diese Frage zu beantworten. Dazu brachte ich den Fall eines fiktiven Fahrradherstellers mit, dessen Prozesse auf einem echten Projekt basieren. Das Ziel: Eine App für Händler, die es ihnen ermöglicht, sich schnell über das Unternehmen zu informieren.

Zu Beginn stellt man den Nutzer in den Fokus: Was denkt und fühlt er? Was sind seine Ziele? Mit den Antworten auf diese Fragen als Grundlage geht es weiter zur Auswahl der Technologie. Anschließend versetzen wir uns erneut in den Nutzer hinein und entwerfen erste Scribbles. Zum Schluss kommen Mockups. Für die eigentliche Entwicklung geht es dann ans Ausformulieren der User Stories, um das Konzept auszuarbeiten.

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Nun kommt der Punkt, an dem die Praxis beginnt: Die Evaluation. Denn die Entwicklung ist nicht das Ende. Um zu sehen, ob wir auch das richtige Produkt abgeliefert haben, gehen wir dann „auf die Straße“. Dabei werden Nutzerumfragen durchgeführt, mit deren Ergebnissen wir weiterarbeiten, um die App bei Bedarf zu verbessern.

Wir nutzen dabei das Tool „Qualtrics“. Finden wir Lücken oder Fehler, so geht es wieder ans Schreiben, besser gesagt an die Anpassungen der User Stories. So hat sich in meinem Fallbeispiel gezeigt, dass ein Feature überhaupt nicht gebraucht wurde.

Kommen wir nun zurück zur Ausgangsfrage: „Macht wirklich jede Digitalisierung einer menschlichen Interaktion Sinn?“. Wie man an dem Beispiel mit dem Fahrradhersteller sehen kann, darf die Frage auch verneint werden. Das Weglassen eines Features hat die App am Ende sogar verbessert. Und genau das macht gutes UX Design aus: den Nutzer in den Fokus stellen, um bestmögliche Ergebnisse für ihn zu erzielen. Um das zu erreichen, ist eine kritische Reflexion in Form von Evaluationen wichtig.

Über den Autor: Alexander Lenhart

Bevor ich mich an UX gewandt habe, war ich als Art Director in der Handelskommunikation tätig. Über die Jahre fiel mir auf, dass in Werbekampagnen die Logik gefehlt hat. Entscheidungen wurden eher subjektiv getroffen. Und der Fokus lag weniger auf den Kunden. Bei UX steht der Nutzer im Fokus und sorgt für den „Ausgleich“, der mir gefehlt hat. Schließlich sind die Endprodukte für den Kunden.

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