»Nutzerzentriertes Design ist der Schlüssel zum Erfolg!«
Interview mit Sven Marten, Chief Designer bei der sovanta AG

Nov. 06, 2018

Im sovanta® Design Lab stehen die User unserer Apps im Mittelpunkt: Welche Erwartungen haben die Nutzer an die Software? Wie wollen sie eine Anwendung bedienen? Wie können wir dabei optimal unterstützen und eine herausragende User Experience sicherstellen? Unser Chef Designer Sven Marten gibt Einblick ins sovanta UX Design.

Was genau ist nutzerzentriertes Design?

Der Begriff kommt eigentlich aus dem Produktdesign: Früher hat man es als ergonomisches Design bezeichnet. Das heißt nichts anderes, als dass ich eigentlich den Menschen betrachten muss, um seine Bedürfnisse zu kennen, wenn ich ein Produkt gestalte. Und genau so ist es auch im Software-Bereich: Bei allen Dingen, die ich tue, muss ich wissen, wer der Nutzer ist, was seine Aufgabe ist, was er dafür an Software braucht – und vor allem auch was er nicht braucht. Nur so kann man letztlich die passgenaue Lösung für den jeweiligen Nutzer schaffen.

Und bei sovanta ist das ein fester Bestandteil in der App-Entwicklung?

Ja, genau. Wir haben bereits sehr früh damit angefangen, das Thema „nutzerzentriertes Design“ in der Softwareentwicklung als Eckpfeiler zu etablieren. Und das zu einer Zeit, als das in der Softwarebranche noch alles andere als selbstverständlich war. Wenn man sich die Historie anschaut, ist Software eigentlich immer inside-out entwickelt worden – also von der Datenbank aus über die Anwendung in Richtung Nutzer. Bei sovanta geht es immer schon darum, diesen Prozess umzukehren: Erst finden wir heraus, was der Nutzer braucht, gehen danach ins System und integrieren nur, was wir daraus wirklich brauchen. Die entscheidende Frage dabei ist immer: Wie gut kann der Nutzer mit der Anwendung umgehen? Denn die User Experience, also das Nutzererlebnis bei der Interaktion mit der App, ist das, woran man letztlich die Qualität einer Software messen kann. Unser Entwicklungsprozess ist daher absolut designgetrieben - und zwar vom Gestaltungskonzept, den Funktionalitäten bis zur Implementierung der Lösung. Wir nennen das Design Driven Development. Letztlich geht es im UX Design schlicht und einfach darum, die Software so zu gestalten, dass der Nutzer gerne mit ihr arbeitet. Wenn er bestimmte Aufgaben dann sehr schnell und einfach lösen kann, gibt ihm das ein gutes Gefühl. Und das gesamte Unternehmen profitiert davon.

Was ist dabei das sovanta Erfolgsrezept?

Ganz einfach eigentlich: Wir stellen den Nutzer in den Mittelpunkt all unseres Denkens und Handelns. Das ist auch überhaupt nichts Neues und findet sich ebenfalls in der klassischen Ausprägung von „Design“ wieder. Wir gehen aber noch einen Schritt weiter und versuchen die Nutzer kontinuierlich aktiv in den Softwareentwicklungsprozess mit einzubinden, sie also immer wieder mit ins Boot zu holen im Laufe eines Projektes. Das ist sozusagen unsere DNA beim Design Driven Development – was so bei vielen anderen Unternehmen bisher noch nicht angekommen ist. Letztlich ist es auch Teil unserer Philosophie bei sovanta: Wir wollen, dass alle Projektbeteiligten selbst ein bisschen mehr zu Design Thinkern werden, also Dinge aus Design- und Anwendersicht betrachten und sogar Entscheidungen aus der Sicht der Nutzer beziehungsweise der Kunden treffen. Und das zahlt sich für Unternehmen aus. Beispiel für design-orientierte Unternehmen sind etwa SAP, Apple und Coca-Cola.

Welche Auswirkungen haben Trends wie zum Beispiel Sprachsteuerung und Chatbots auf das UX-Design?

Da wir nah am Nutzer agieren, reagieren wir natürlich auch stark auf veränderte Nutzerparadigmen. Es gibt aktuell eine provokante Aussage „Next UI is no (graphical) UI“. Dabei geht es darum, dass die klassischen grafischen Nutzeroberflächen, wie man sie etwa vom Smartphone kennt, abgelöst oder ergänzt werden durch ein völlig neues Interaktionsmuster, bei dem mit Computersystemen über Stimme und Sprache interagiert wird. Es muss nicht nur das gesprochene, sondern kann auch mal das geschriebene Wort sein. Die Hemmschwelle zur Interaktion mit einem Computersystem über einen Chat- und Voicebot geht gegen Null, wenn ich ganz natürlich mit ihm sprechen oder schreiben kann. Im Kern geht es also immer noch um den Dialog mit dem System, nur werden dabei sogenannte Conversational Interfaces immer wichtiger werden.

Spielt dabei auch künstliche Intelligenz eine große Rolle?

Absolut. Die Interaktion mit einem intelligenten System gleicht immer mehr dem Dialog zwischen zwei Menschen. Wir werden also in Zukunft wie selbstverständlich mit Systemen über Sprache interagieren. Das bedeutet auch, dass wir dadurch beginnen, Empathie für diese aufzubauen. Das tun wir ja eigentlich immer, wenn wir sprechen. Aber es wird am Ende der Mensch sein, der die Systeme steuert und reguliert. Dafür müssen wir im Übrigen jetzt die Weichen stellen – zumal sich die Technologie ja mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit entwickelt. So besagen Studien, dass in den nächsten zehn Jahren bis zu 50 Prozent der Berufe, die heute von Menschen ausgeübt werden, durch Maschinen ausgeführt werden können. Da stellt sich natürlich die Frage, was aus diesen Menschen wird.

Stehen wir also vor einem großen Problem?

Das würde ich nicht sagen. Eher vor einer spannenden Herausforderung, der wir generell positiv gestimmt entgegenblicken können: Die neuen Technologien erlauben es uns, menschliche Intelligenz mit künstlicher Intelligenz anzureichen – wohl gemerkt, nicht sie zu ersetzen! Jetzt müssen wir definieren, wie wir das für uns Menschen nutzbar machen wollen und welche Vorteile dadurch für jeden von uns entstehen. Am Ende werden wir routinemäßige Tätigkeiten den Systemen überlassen und alles, was mit Kreativität, mit Emotionen oder auch mit dem Aufstellen von Regeln zu tun hat, weiterhin selbst machen. Dadurch werden wir dann auch mehr Zeit haben, uns um die größeren und wichtigeren Probleme zu kümmern. Wichtig ist, dass wir uns auf diese neue Welt vorbereiten. Das tun wir zum Beispiel mit unseren Kunden in Design Thinking Workshops und begleiten sie so erfolgreich bei der digitalen Transformation.

Und warum ist es in dieser Zeit besonders spannend bei sovanta zu arbeiten?

Für mich ist das Besondere hier, dass die Mitarbeiter immer aufgefordert sind neugierig zu bleiben. Wir haben immer wieder Lust auf neue Technologien und Projekte. Insofern wird es sicher niemals langweilig werden bei sovanta.

___________________________________________________________________________________

Über Sven Marten

Als Chef Designer ist Sven Marten Teil des Management Teams und insofern verantwortlich für das gesamte Design-Team bei der sovanta AG.

»Wir glauben fest daran, dass ein nutzerzentriertes Design der Schlüssel zum Erfolg einer App ist. Darum haben wir im Design Lab die Aufgabe, die Anwendung „einfach“ bedienbar zu machen. Denn wenn eine App einfach und intuitiv zu bedienen ist, dann steigert das ganz automatisch die Akzeptanz der Software beim Nutzer und wirkt sich direkt auf die Effizienzsteigerung im Arbeitsprozess aus. Darum setzen wir auf Methoden wie Shadowing, Interviews und Design Thinking, um den Nutzer zu verstehen und unsere Kunden bei der digitalen Transformation mit den richtigen Lösungen unterstützen zu können.«

Information zu Cookies und Diensten Dritter

Für eine optimale Performance, eine reibungslose Verwendung sozialer Medien und aus Werbezwecken empfiehlt die sovanta AG,

der Verwendung von Cookies zuzustimmen. Durch Cookies von sozialen Medien und Werbecookies von Drittparteien hat man

Zugriff auf Social-Media-Funktionen und erhält personalisierte Werbung. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung

unserer Website für Analysen an unsere Partner weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren

Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben.

Zustimmen und Fortfahren